Theater Brűt Neuhaus/Inn, Deutschland

Theater Brűt wurde 1999 von dem Theaterpädagogen Gerhard Bruckner und 11 geistig behinderten Schauspielern, die in Wohneinrichtungen der Lebenshilfe Passau wohnen, gegründet.

Ziel der Arbeit von Theater Brűt ist es durch spielerische Improvisationen und theatralische Bearbeitung autobiographischer Elemente, zu Theaterstücken zu gelangen, die öffentlich aufgeführt werden und sich der öffentlichen Kritik stellen.

Es geht vorrangig darum, künstlerisch hochwertige Theaterstücke zu erarbeiten, die mit ihrer Aussage auch außerhalb des Kontextes „Behinderung“ Bestand haben. Natürlich hat diese theatralische Arbeit auch therapeutische Auswirkungen; diese sind aber nicht die vorrangige Motivation. In der Theaterarbeit spielt die „Behinderung“ und die „Krankengeschichte“ keine Rolle, wichtig ist die eigene Spielfreude und das eigene kreative Potential.

Die Eigenarten der TeilnehmerInnen schaffen eine besondere Atmosphäre und sind das Potenzial der Theaterarbeit. Die Stücke entstehen im miteinander Spielen, Reden, Ausprobieren und Improvisieren.

Die Gruppe arbeitet sich in einem wöchentlichen Rhythmus in verschiedenen Werkstätten (spielerische Improvisationen, Maskenbau, Bühnenbild usw.) an ein vorher verabredetes Thema heran.

Die öffentlichen Aufführungen und die damit verbundene Kritik erhöht den Antrieb, langfristig dabei zu bleiben, sich der Verantwortung bewusst zu werden, und gestalterisch-„produktiv“ zu arbeiten.

Theater Brűt wurde mit ihren eigenwilligen und berührenden Theaterinszenierungen bereits zu zahlreichen nationalen und internationalen Theaterfestivals im In- und Ausland (Kultur vom Rande, Reutlingen; Ganz besondere Theaterfestival, Landau/Pfalz; Spleen, Graz; WALSER HERBST, Vorarlberg) eingeladen.

BISHERIGE PROJEKTE
2012 „Draußen vor der Heimat“
2009 „Verrückte Stühle“
2005 „Abfahrt 28.76 Uhr“
2001 „Aus dem Rahmen gefallen“
1999 „Maskenperformance-Theaterbrut“