TheA – TheaterAtelier München-Haidhausen, Deutschland

Das TheaterAtelier – eine außergewöhnliche Künstlerwerkstatt

Das TheaterAtelier in München-Haidhausen ist Theaterbühne und Atelier, Austausch- und Rückzugsort in einem. Seit 1997 treffen sich hier kunstinteressierte Menschen mit psychischen Problemen, ausgebildete Künstler und andere Interessierte in Projektgruppen oder nutzen das offene Angebot.

Entstanden ist das TheaterAtelier aus dem sozialen Künstlerprojekt „Kultur auf Rädern“, das seit 1988 mobiles Theater in soziale Einrichtungen bringt. Mit dem TheA schufen Cornelia von Gosen und Carola Wisnet mit Unterstützung von Brigitte Eußner eine ständige Anlaufstelle für Psychiatrieerfahrene, die selbst Theater spielen wollten. Auf Wunsch der Teilnehmer wurde das Programm schon bald von Theater, Maskenbau und Rhythmus um Bildnerisches Gestalten, Chorsingen, Instrumentalmusik, Entspannung und Tanz erweitert.

Das TheaterAtelier, das vom Bezirk Oberbayern finanziert und vom Kulturreferat der Stadt München mitunterstützt wird, ist in seiner Form einzigartig in Bayern. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Kunst, nicht die Therapie. Das Angebot bietet den häufig sozial isolierten Teilnehmern eine sinnstiftende und tagesstrukturierende Betätigung. Vielfältige künstlerische Ausdrucksformen erleichtern den Balanceakt von innen nach außen und fördern die Kommunikation mit anderen. Die kreative Betätigung ermöglicht eine Steigerung des Selbstwertgefühls und so die Stabilität des einzelnen.

Über Kunstausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte, die das ganze Jahr hindurch von Team und Teilnehmern gemeinsam realisiert werden, präsentiert sich das TheA der Öffentlichkeit. Mehr als 70 Aktionen sind in den vergangenen fünf Jahren aus dem TheaterAtelier hervorgegangen.

BISHERIGE PROJEKTE (Auszug) 
2009 „Philos und Sophia“
2007 „Die Vögel“
2005 „Wer zuletzt lacht, denkt zu langsam“
2004/05 „Valentinate“
2004 „Übers Jahr gesponnen“
2001/02 „Ludwig ohne Ende?“
2000 „Ariadne, quo vadis“
1999 „Sommernachtstraum“
1998 „Beckett Shorts“
1997 „Fenster der Seele“