tanzfabrik-wien Wien

Die tanzfabrik-wien ist eine Künstlergruppe bestehend aus gehörlosen und hörenden Mitgliedern, die in den Bereichen Tanz und Theater tätig ist.

Nach ihrer Gründung 1994 wurden zahlreiche nationale und internationale zeitgenössische Tanzprojekte aufgeführt. Im Laufe der Zeit rückte, durch die Begegnung mit gehörlosen Menschen, die Einbindung von Gehörlosen immer mehr ins Zentrum der Arbeit.
Seit dem Jahre 2000 beschäftigt sich die tanzfabrik-wien ausschließlich mit integrativen Projekten auf sehr hohen künstlerischen Niveau.
Bei allen Produktionen gelten für die Gehörlosen und die Hörenden die gleichen Bedingungen.

Ein künstlerisches Ziel ist es, gehörlosen Menschen einen Platz in der Kultur zu geben. Das ist eine Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen, sich künstlerisch zu betätigen und sich in der Künstlerwelt zu behaupten.

Junge gehörlose Menschen sollen neue Wege gehen, Neues entdecken und ausprobieren. Sie erfahren viel über sich selbst und gewinnen Fähigkeiten und Erkenntnisse, die ihr Leben bereichern: soziale Kompetenz, Selbstbestimmung, Fähigkeit zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Kommunikation und Zusammenarbeit – somit Eigenschaften und Werte, die für die berufliche Zukunft wesentlich sind.

Ein weiteres Ziel ist das Sensibilisieren für die Situation gehörloser Menschen: die Öffentlichkeit – also Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – soll auf die Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen der jugendlichen Gehörlosen aufmerksam gemacht werden. Damit einher geht das Ändern der Bilder und Vorurteile über so genannte beeinträchtigte Menschen. Es soll aufgezeigt werden, dass gehörlose Menschen ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Neigungen haben.

BISHERIGE PROJEKTE:
2003/2004: „Im Lärm Stille – in der Stille Lebendigkeit“
2004: „Changing Rhythms“
2006/2007: „Membran“
2008: „7 x K“; „Rotkäppchen und Aschenputtel“