Station 17 Hamburg, Deutschland

In der Evangelischen Stiftung Alsterdorf entsteht 1988 ein einzigartiges Musikprojekt. In den Stiftungsgebäuden leben geistig beeinträchtigte Menschen in geschlossenen Wohngruppen: vor der Öffentlichkeit weggesperrt, ohne Kontakt zum kulturellen Leben der Hansestadt.

In der Wohngruppe 17 entwickelt sich die Idee, gemeinsam mit beeinträchtigten und nicht-beeinträchtigten Menschen Musik zu machen. Station 17 ist geboren.

Initiator des Musikprojekts ist der Hamburger Kai Boysen. Boysen arbeitet nicht nur als Erzieher in Alsterdorf, sondern gehört als Musiker der Bands Painless Dirties und Comrad zum Soziotop der Hamburger Independent Musikszene.

Jenseits von gönnerischem Gutmenschentum und vorführender Freakshow finden Station 17 ihre eigene künstlerische Sprache . Ästhetisch wie politisch betritt die Gruppe Neuland.

Station 17 ist eines der eigenwilligsten und ungewöhnlichsten Musikprojekte der letzten Jahre. 50 Musiker proben und spielen in 8 Bands. 40 von ihnen gelten als geistig beeinträchtigt.

Mit der CD „Genau So“ hat Station 17 bereits ihr zweites Album veröffentlicht.