Theater RambaZamba: HEROES – Mythos Basquiat, just for one day verfasst am von Alfred Rauch

Das Theater RambaZamba holt in einer theatralen Collage und einer Choreographie von Sara Lu und Rúben Nsue die Legende des Malers Jean-Michel Basquiat auf die Bühne zurück.


Im August 1988 starb ein junger Superheld der Kunstsociety New Yorks. Genau 30 Jahre später holen wir die Legende des Malers Jean-Michel Basquiat auf die RambaZamba Bühne zurück. Helden werden gefeiert! Aber was passiert, wenn sie nicht dem gesellschaftlichen Standard entsprechen? Basquiat, das „strahlende Kind“ des Kunstmarktes, stand zwischen den Welten – einerseits als schwarzer Mann in New York dem alltäglichen Rassismus ausgeliefert, andererseits als gefeierter Künstler inmitten der High Society der Kunstwelt New Yorks an der Seite von Andi Warhol, Madonna, Francesco Clemente, Keith Haring, Vincent Gallo. Von einflussreichen Galerien gefördert, wurde er schnell zum international gefeierten Star. Basquiat sog das Leben auf und spuckte es in seinen Bildern wieder aus.

In einer Choreographie der Tänzer Sara Lu und Rúben Nsue wird eine szenische Collage entstehen, in der sich die Farben von schillerndem Leben, der Kunst der Pop Art und des Neoexpressionismus, den Klängen von Hip-Hop, mit den leisen und verstörenden Farben von Todessehnsucht, von Rassismus, Drogen und Düsternis mischen werden. „We can be heroes just for one day.“

Die spanische Tänzerin und Choreografin Sara Lu hat bereits zweimal mit dem RambaZamba-Ensemble gearbeitet: Für die Produktion SCHWESTERN (2016/17) entwickelte sie – gemeinsam mit Jacob Höhne – die Choreografie und tanzte eine der drei Schwestern; in der Produktion MOBY DICK war sie – zusammen mit Rúben Nsue – ebenfalls für die Choreografie verantwortlich und als Darstellerin auf der Bühne zu sehen. Sie absolvierte ihre Tanzausbildung an der renommierten Victor Ullate Dance School in Madrid, tanzte anschließend in verschiedenen Tanzcompagnien in Japan und China und lebt seit 2014 in Berlin. Hier präsentierte sie 2017 ihr Solo „Muletas“, 2018 ihr Stück „Costuras“ (beide Theaterhaus MItte).

Der Tänzer und Choreograf Rúben Nsue, Spanier mit afrikanischen Wurzeln, studierte Modern Jazz in Madrid, später Contemporary und Hip-Hop in Barcelona, London und New York. Er tanzte in verschiedenen Musicals (u.a. an der Semperoper Dresden in The Great Gatsby, 2015/16) und bei Chaim Gebber/Open Space in Berlin (2017). HEROES ist nach MOBY DICK seine zweite Zusammenarbeit mit dem RambaZamba Ensemble.

Mit: Lioba Breitsprecher, Grit Burmeister, Mario Gaulke, Juliana Götze, Moritz Höhne, Hans-Harald Janke, Pascal Kunze, Sascha Perthel, Hieu Pham, Andreas Rosenzweig; Gäste: Matthias Geserick (Musiker), Sara Lu, Rúben Nsue, Leo Solter

Choreografie: Sara Lu, Rúben Nsue
Dramaturgie & Bühne: Jacob Höhne
Kostüme: Beatrix Brandler; Musik: Leo Solter

 

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