Neues Haus für Theater Reutlingen verfasst am von sicht:wechsel

Reutlingen hat ein neues Theater!

Die Stadt Reutlingen hat sich – erstmals in ihrer Geschichte – den Bau eines neuen Theaterhauses geleistet. Besonders in den heutigen Zeiten ein sehr außergewöhnliches Unterfangen.

Für das Theater Die Tonne beginnt damit, nach fast 60 jähriger Aktivität an unterschiedlichen mehr oder weniger provisorischen Standorten, die keinesfalls ursprünglich auf Theaterbetrieb ausgerichtet waren, eine neue Ära!

Das neue Haus bietet neben zwei Bühnen mit je 120 bzw. 200 Plätzen auch Platz für Werkstätten, Büros für Verwaltung, Künstlerische Leitung, Dramaturgie, Lager und Kostüm- und Requisitenfundus.

Besonders wichtig ist auch die nun geschaffene Möglichkeit, parallel zu proben. Denn neben den laufenden Produktionen proben zwei Jugendgruppen und an zwei kompletten Arbeitstagen pro Woche, die inklusive Theatergruppe im Haus.

sicht:wechsel wünscht einen erfolgreichen Start im neuen Theater und schließt sich den Grußworten des Intendanten Enrico Urbanek an: „Mögen in diesem Haus über Generationen hin Kreativität, Mut, ein freier, kritischer Geist Menschen miteinander ins Gespräch bringen, das Publikum anregen, berühren und begeistern.“

 

Künstlerische Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Theater aus ganz besonderem Blickwinkel, direkt und authentisch, voller Spielfreude und Intensität ist schon seit 2005 in den regelmäßigen Produktionen der Theatergruppe mit Menschen mit Behinderung zu erleben.

Seit Januar 2012 gibt es für acht Mitglieder der Gruppe mit ganz unterschiedlichen Behinderungen (geistig, körperlich, psychisch) in Kooperation mit der Lebenshilfe Reutlingen, den Bruderhaus- Diakonie Werkstätten Reutlingen, der LWV.Eingliederungshilfe Rappertshofen und der Fakultät für Sonderpädagogik der PH Ludwigsburg ein ganz besonderes Angebot: an zwei Tagen in der Woche verbringen sie ihren kompletten Arbeitstag im Theater und werden dort in Grundlagen der Schauspielarbeit geschult und entsprechend ihrer individuellen Begabungen gefördert. Zum breit gefächerten Spektrum gehören dabei Bewegungstraining, Stimmbildung, Schauspielunterricht, auch im Bereich der Improvisation, Textarbeit, Musik (Gesang, Instrumente, Rhythmus), aber auch künstlerische Gestaltung.

Schon häufiger war die Gruppe zu Festivals eingeladen, etwa im Juni 2016 mit »Charlie« beim sicht:wechsel-Festival in Linz und im Herbst beim Grenzgänger-Festival in München.

Im Sinne der Inklusion wirken Mitglieder dieser Gruppe auch immer wieder in Produktionen des Abendspielplans mit, die sie mit ihren ganz besonderen Fähigkeiten bereichern und somit der Kunst neue Entfaltungsräume öffnen. Und umgekehrt sind auch häufig »klassisch« ausgebildete Schauspieler_innen in Produktionen dieser besonderen Gruppe integriert.

Quelle: www.theater-die-tonne.de

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