Galerie Kulturformen: FRÜHLING 1, Bilder von Gertraud Gruber verfasst am von sicht:wechsel

Gertraud Gruber, geboren 1960, lebt und arbeitet im Diakoniewerk, wo sie in der Kunstwerksatt des Diakoniewerk Gallneukirchen beschäftigt ist.
Gertraud Gruber arbeitet mit Vorlagen aus Prospekten und Zeitungen, die ihr als Inspirationsquellen dienen, wobei sie sich auf Themenbereiche wie Tiere, Pflanzen, Menschen oder Technik konzentriert. In ihren Arbeiten kombiniert sie Schriftelemente und Zeichnungen, die sie – einem Erzählfluss gleich – umsetzt. Dabei scheint sie dem Schreiben oft näher zu sein als dem Zeichnen. Ihre feingliedrigen Kombinationen aus Wort-Bild-Strukturen werden wie eine Geheimsprache oder Codierung entwickelt, eine Art Bildschrift. Sie übernimmt dabei Texte und Bildanregungen aus den Katalogen, greift je nach Thema Strukturelemente wie Zäune, Häuser oder Gitter auf und führt diese in immer neuen Anordnungen linear und detailreich aus, wobei geometrische Strukturen wie die Vertikale und Horizontale wiederkehrend auftauchen. Den ganzen Tag über arbeitet Gertraud kontinuierlich in stundenlanger Arbeit und „schreibt“ so das Blatt voll.

Gertraud Gruber lässt ihre Werke wachsen, Strich um Strich, Punkt für Punkt, sie zeichnet Kreise, ähnlich einer zarten, feingliedrig textilen Handarbeit – wie gestrickt oder gestickt. Oft schreibt oder besser – zeichnet sie Buchstaben, die Wortbilder formen. Bevor man als Betrachter noch die Bedeutung eines Wortes erahnen kann, schweift der Blick ab, überwältigt von der Fülle der Strukturen, Figuren, Tiere, Geflechte, die über und über das Blatt bedecken. In den detaillierten, kleinteiligen Schriftbildern und Rastern steckt eine enorme Ausdauer und eine Liebe zu ihrer Arbeit, zum Leben an und für sich.

 

Vernissage: Donnerstag, 24. Jänner 2019, 19 Uhr
in der Galerie KULTURFORMEN
für Kunst im Kontext mit kognitiven und mehrfachen Beeinträchtigungen
Pfarrplatz 4, 4020 Linz

Öffnungszeiten – zusammen mit dem Café Viele Leute:
Dienstag bis Samstag 10 bis 18 Uhr

Dauer der Ausstellung: bis 2. März 2019

 

Quelle und weitere Informationen