Galerie de la Tour: FABEL- UND MISCHWESEN | Ausstellung verfasst am von Anja Baum

Sabine Pelzmann Christoph Eder Wolfgang Mang | Harald Rath Paul Nusitz Agnes Stracke Jürgen Ceplak

Zeichnungen und Bronzeskulpturen

Erstmals stellt Sabine Pelzmann ihre aufwendigen Stein- und Bronzeskulpturen  in der Galerie de La Tour aus. Die formal reduzierten Figuren entstehen intuitiv. Jede Skulptur bringt Ihre inneren Bilder nach außen. Die Skulptur formt sich im Prozess heraus und reflektiert immer wieder ihr eigenes Leben in Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt sowie mit der Gesellschaft. „In Skulpturen,  wie dem Schildkrötenmenschen z. B, wird die Langsamkeit des Seins, das Rückbesinnen auf das Wesentliche und das Ausdehnen der menschlichen Existenz hervorgehoben. Zivilisatorische Machenschaften erklären die Natur als Mittel zum Zweck, der offene Blick fürs Ganze geht verloren. Der Mensch ist von der Natur „fortgeschritten“, entfernt sich rasend von ihr. Das Symbol der Schildkröte soll uns zurückholen und uns an die Notwendigkeit der Nachhaltigkeit erinnern“ (Mag.a Brigitte Ponta-Zitterer, Kunsthistorikerin am Landesmuseum Kärnten).

Ein weiteres Beispiel ist die für diese Ausstellung geschaffenen Skulptur „ Pan“, ein Waldgott mit Ziegenfüßen , der mit seiner Panflöte in einen musikalischen Wettstreit mit dem Sonnengott Apollo tritt und dabei aufgrund des einfachen Musikinstrumentes zum Verlierer wird. Mit dieser Arbeit möchte Sabine Pelzmann ausdrücken, dass wir uns als Gesellschaft radikal den Bedürfnissen der Erde und den ökologischen Rahmenbedingungen zuwenden müssen, um den Krieg zweier Götter zu vermeiden.

Häufig sind ihren Objekten kurze Texte beigefügt, sodass man Ihre Arbeit auch unter dem Begriff „Wort.Bild.Hauerei“ zusammenfassen könnte.

Angestoßen durch die Bronzeskulpturen von Sabine Pelzmann haben sich die Künstler Christoph Eder, Wolfgang Mang, Harald Rath, Paul Nusitz, Agnes Stracke und Jürgen Ceplak  aus dem Atelier de La Tour mit dem Thema „Fabel- und Mischwesen“ auseinandergesetzt und sind in ihre eigenen „Fabel- und Mischwesenwelten“ eingetaucht.

Ausstellungsdauer: bis  18.06.2019

Öffnungszeiten Galerie de La Tour: Mo – Fr 9-17 Uhr, Sa 9-13 Uhr

 

 

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